Operative Gynäkologie

Klinik für Gynäkologie & Geburtshilfe

Unsere Patient*innen werden von uns nach dem Prinzip „so schonend wie möglich, aber so radikal wie nötig“ behandelt. Je nach Erkrankung wählen und besprechen wir mit jeder Patientin individuell Zugangsweg und Umfang der Operation.

In unseren modernen, frisch renovierten Operationssälen können wir unsere Patient*innen n nach den aktuellsten und höchsten Empfehlungen bezüglich Sicherheit und Hygiene behandeln. Computergestützte Systeme und die aktuellsten Laparoskopietürme, einer davon mit hochpräziser 3D/4K-Technik, unterstützen hier unsere erfahrenen Operateur٭innen.

Operationen von gut- und bösartigen Brusterkrankungen

Frau Gallwas mit Team im OP

Die Operation von gut- und vor allem von bösartigen Brusterkrankungen ist ein zentraler Behandlungsschritt.

Heutzutage kann oftmals brusterhaltend operiert werden (BET). In einigen Fällen stellt sich die Ausdehnung des Tumorgewebes jedoch als so umfassend dar, dass eine Abnahme der Brust (Mastektomie) zugunsten der Heilungschancen der Patient٭in erfolgen muss.

Je nach Wunsch der Patient*in wird ein kosmetisch schönes Ergebnis der Brust – ob als Brustaufbau nach Brustabnahme oder bei Teilkorrekturen – umgesetzt. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Plastischen Chirurgen.


Diese arbeiten bei Brustrekonstruktionen mit

  • gestielten Lappentransplantaten (TRAM [Transverse Rectus abdominis myocutaneus flap])
  • freien Lappentransplantaten (DIEP-Lappen [Deep Inferior Epigastric artery Perforator flap])

Als langjährig von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertes Brustkrebszentrum stehen Ihnen durch jährliche Audits qualitätsgeprüfte Brustoperateur٭innen an der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe zur Verfügung.

Gynäkologische Krebsoperationen

Als Haus der Maximalversorgung und zertifiziertes Gynäkologisches Krebszentrum Zentrum führt unsere Klinik das gesamte Spektrum der Tumorchirurgie durch. Dies beinhaltet Eingriffe bei:

  • Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs)
  • Tubenkarzinom (Eileiterkrebs)
  • Endometriumkarzinom (Gebärmutterkrebs)
  • Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs)
  • Vaginal- und Vulvakarzinom (Scheiden- und Scheideneingangskrebs)
  • Sarkome und andere seltene Tumoren

Ob hier nach der herkömmlichen oder der minimalinvasiven Operationsmethode vorgegangen werden kann, hängt von der Tumorentität, der Ausbreitung der Krankheit und dem Allgemeinzustand der Patientin ab. Zudem muss auch die mögliche Erhaltung der Sexualfunktion berücksichtigt werden. Hierbei wird zwischen eingeschränkten (bei kleinen frühen Tumoren) und radikalen Operationen (bei ausgedehnten großen Tumoren) unterschieden.

Für den Erfolg großer Tumoroperationen ist die Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen (Chirurgie, Urologie, Strahlentherapie, Onkologie, Nuklearmedizin) wesentlich und stellt ein besonderes Merkmal von Kliniken der Maximalversorgung dar.

Als langjährig von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertes Gynäkologisches Krebszentrum stehen Ihnen durch jährliche Audits qualitätsgeprüfte Unterleibsoperateur٭innen an der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe zur Verfügung.

Operationsmethoden

Es wird zwischen herkömmlichen und minimalinvasiven Operationen unterschieden.

Minimalinvasive Operationen erlangen auch in der Gynäkologie immer größere Bedeutung und machen heute einen wesentlichen Teil der Operationen aus. Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist vor allem, dass durch den Wegfall des Bauchschnittes die Erholung nach der Operation schneller voranschreitet und damit der Krankenhausaufenthalt auf wenige Tage verkürzt werden kann.

Einige Eingriffe können sogar ambulant durchgeführt werden.

Übersicht an minimalinvasiven Operationen

An der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe bieten wir eine breite Palette an minimalinvasiv durchzuführenden Behandlungen und Operationen an. Diese Methode ist sehr schonend, da entweder über die natürlichen Körperöffnungen (endoskopisch) oder über kleinste Schnitte (laparoskopisch) vorgegangen wird. Dies bedeutet für die Patientinnen weniger Belastung und somit eine schnellere Erholungszeit.

Auswahl an minimalinvasiven Operationsmöglichkeiten:

Für gutartige Krankheitsgeschehen

  • Myome
  • Polypen
  • Zysten
  • Entfernung von Endometrioseherden (inkl. Darmchirurgie)
  • Hysterektomien (Entfernung der Gebärmutter)
  • Behandlung von Verwachsungen
  • Eileiterschwangerschaften
  • Sterilisation
  • Uterussepten (schwangerschaftserschwerende oder -verhindernde Varianten der Gebärmutter)
  • Inkontinenz
  • Abtragungen der Gebärmutterschleimhaut

Bei Krebserkrankungen

  • Laparoskopische Operationen bei Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom), inkl. pelviner und paraaortaler Lymphknotenentfernung
  • Laparoskopische Wächterlymphknotenentfernung (Sentinel-Node Biopsy)

    Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe ist seit Jahren ein von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertes Gynäkologisches Krebszentrum. Dies bedeutet, dass die Qualität der Behandlung durch jährliche Audits überprüft wird. Große Tumoroperationen werden nur von erfahrenen Gynäkolog*innen mit entsprechender Schwerpunktbezeichnung durchgeführt. 

    Laparoskopische Operationen

    Die häufigsten minimalinvasiven Operationen sind Bauchspiegelungen (Laparoskopien). Statt über einen großen Bauchschnitt erfolgt der Eingriff hier über drei bis fünf 0,5 bis 1 cm große Schnitte in der Bauchdecke. Über diese Inzisionen werden dann sogenannte Trokare, das sind Hülsen,

    mit einem Ventil in die Bauchhöhle eingebracht. Um die Organe in der Bauchhöhle gut erkennen zu können erfolgt anschließend die Anlage eines Pneumoperitoneums (Einbringen von Kohlendioxid in die Bauchhöhle mit einem Überdruck von 12mmHg). Die Operation erfolgt über ein spezielles Kamerasystem mit Lichtquelle und Monitoren, auch werden für diese Vorgehensweise neu entwickelte Instrumente verwendet.

    Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung)

    Die Hysteroskopie wird angewandt bei:

    • Zur Abklärung unklarer Blutungen aus der Gebärmutter
    • Fehlbildungen oder Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut
    • Behandlung mancher Formen der ungewollten Kinderlosigkeit

    Bei diesem Verfahren wird ähnlich wie bei der Laparoskopie eine Optik verbunden mit einem Kamerasystem und einem Monitor über die Scheide in die Gebärmutter eingeführt. Über im System integrierte Arbeitskanäle können Operationen durchgeführt werden.

    Laparotomie (Operationen in der Bauchhöhle über einen Bauchschnitt)

    Diese sogenannte offene Operation ist erforderlich bei vielen bösartigen Erkrankungen der Eierstöcke, der Gebärmutter und des Gebärmutterhalses. Ein Vorteil dieser Vorgehensweise ist die oft bessere Übersicht in der Bauchhöhle und das Erreichen laparoskopisch schlecht einsehbarer Areale.

    Folgen Sie uns