Nach der Geburt

Gemeinsame Zeit durch Rooming-in

Schlafendes Baby

Wir möchten, dass Sie und Ihr Baby Ihre gemeinsame Zeit gemeinsam und selbstbestimmt verbringen können. Egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit Sie geboren haben: Etwa zwei Stunden nach der Geburt werden Sie aus dem Kreißsaal auf unsere Wochenstation begleitet. Ihr Baby ist die ganze Zeit bei Ihnen (24-Stunden-Rooming-in).

In aller Ruhe, mit der Unterstützung unserer speziell ausgebildeten Schwestern und Hebammen, lernen Sie und Ihr Baby sich kennen.

Bei einer Geburt in unserer Klinik werden Eltern und Kind auch dann nicht getrennt, wenn das Kind nach der Geburt eine Behandlung in der Neonatologie benötigt. Die Mutter kann auch dort ihr Kind ab dem ersten Tag besuchen, und sei es im Bett. Dadurch werden sowohl die Bindung zwischen Eltern und Kind als auch die Milchproduktion unterstützt. Durch die direkte Nachbarschaft zwischen Geburtshilfe und Neonatologie ist es zudem häufig möglich, das Kind noch auf der Wochenstation bei den Eltern zu belassen, während es aus einer externen Geburtsklinik zur Überwachung mitgenommen und von den Eltern getrennt werden müsste.

Stillberatung

Unsere durch den Berufsverband Deutscher Laktationsberaterinnen (IBCLC) ausgebildeten Laktationsberaterinnen auf der Wochenbettstation und auch in der Kinderklinik stehen Ihnen in den ersten Tagen tatkräftig zur Seite, damit Sie sich hier und dann auch zu Hause sicher mit dem Stillen fühlen.

Ein Service exklusiv für unsere Wöchnerinnen für die Dauer des Aufenthaltes in unserer Klinik ist die Stillsprechstunde donnerstags von 14.00–16.00 Uhr. Bei Interesse sprechen Sie bitte die Pflegekräfte an.

Kontakt

IBCLC Still- und Laktationsberaterin

Ute Stadermann

Kontaktinformationen

IBCLC Still- und Laktationsberaterin

Christiane Stemme

Kontaktinformationen

  • ambulantes Angebot: Wochenbett-/Schwangerenbetreuung

    Ort: Göttingen

    stationäres Angebot: Stillberaterin (IBCLC)

Ambulante Geburt

Waches Baby

Für Mütter, die mit ihrem Nachwuchs schnell wieder in ihre vertraute Umgebung und zu ihrer Familie zurückkehren möchten, ermöglichen wir eine ambulante Entbindung.

Wichtig ist, dass die Geburt ohne Komplikationen verlief und es Ihrem Kind gut geht. Dann können Sie etwa vier Stunden nach der Entbindung die Klinik wieder verlassen. Es ist sinnvoll, dass Sie für die Betreuung im Wochenbett eine Hebamme haben, diese sollten Sie sich schon im Laufe der Schwangerschaft suchen. Über die Hebammen-Liste können Sie eine Hebamme in Ihrer Nähe finden.

Die Nachsorgeuntersuchung übernimmt dann Ihre Frauenärzt*in. Die zweite Vorsorgeuntersuchung (U2) drei bis sieben Tage nach der Entbindung und alle weiteren Untersuchungen erfolgen bei Ihrer Kinderärzt*in, auch diese sollten Sie sich schon vor der Geburt gesucht haben.

Unsere Wochenbettstation

Wenn Sie sich entschließen, nach der Geburt einige Tage bei uns zu bleiben, verbringen Sie die Zeit auf unserer Wochenbettstation 7021.

Bei uns sind in keinem Zimmer mehr als zwei Frauen untergebracht. Wir achten ebenfalls darauf, dass Frauen mit ähnlichen Situationen zusammen ein Zimmer belegen, und Frauen in speziellen Situationen ein Einzelzimmer erhalten.

Sämtliche Zimmer sind mit separatem Bad (Dusche/WC) sowie Radio und TV und Internet ausgestattet. Frühstück, Mittag- und Abendessen wählt man aus und kann dabei diverse Komponenten austauschen. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Besucherregelung

Unsere Besuchszeiten auf der Wochenstation sind normalerweise von 15.00–18.00 Uhr. Für die Regelungen im Corona-Lockdown schauen Sie bitte hier. Die erste Zeit unmittelbar nach der Geburt ist für eine Mutter und ihr Neugeborenes sehr kostbar, um sich kennenzulernen, zu kuscheln und um sich gemeinsam zu stärken. Eine ruhige und entspannte Atmosphäre bietet dafür eine optimale Grundlage – auch für unsere werdenden Mütter ist dies von großem Vorteil.

Im Zweitbettzimmer können Sie Ihren Besuch für eine gegenseitige Rücksichtnahme auch in den zahlreichen Aufenthaltsnischen auf der Station empfangen.

Visiten

Es findet täglich eine ärztliche Visite statt. Falls notwendig, wird eine körperliche Untersuchung durchgeführt. Ihr Kind wird am dritten Lebenstag von einer Kinderärzt*in untersucht. Selbstverständlich können Sie während dieser Untersuchung anwesend sein und Fragen stellen.

Übungen

Die Übungen im Frühwochenbett, die alle Wöchnerinnen normalerweise auf der Wochenstation von einer Physiotherapeutin angeleitet durchführen, können aktuell nur nach Kaiserschnitt, Saugglockengeburten und schweren Geburtsverletzungen durchgeführt werden. Dieses Vorgehen ist zur Sicherheit unserer Patientinnen.

Für die Frauen, die keine derartigen Komplikationen haben, haben wir daher ein Servicevideo für das Üben zu Hause erstellt. Auf Station erhalten Sie einen Rückbildungsflyer, in welchem Sie den Zugangslink zu diesem Übungsvideo finden – viel Freude beim Üben!

Gesundheit von Anfang an

Detailaufnahme von Stethoskop und Namensbändchen

Ihr gesundheitliches Wohl und das Ihres Kindes stehen natürlich immer im Vordergrund. Wir überprüfen auf der Station die Bilirubinwerte Ihres Kindes (nichtinvasive Bilirubinkontrolle) und können bei einer Neugeborenengelbsucht Ihr Kind direkt auf der Station behandeln (Phototherapie).

Wir führen alle Stoffwechseltests, das Hörscreening und das Hüftscreening durch. Auf der Wochenbettstation wird in Ihrer Anwesenheit durch eine Kinderärzt*in die zweite Vorsorgeuntersuchung (U2) durchgeführt.

Besonders nach Risikoschwangerschaften kümmert sich das Team der Kinderklinik um Ihr Kind. Wir besprechen alle Befunde und stehen Ihnen mit einem großen Hilfsangebot auch nach der Geburt zur Seite.

Von der Klinik wieder nach Hause

Nach einer normalen Geburt verbringen Sie in der Regel drei Tage, nach einem Kaiserschnitt vier bis fünf Tage bei uns. Die Entlassung aus der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe erfolgt bis ca. 11.00 Uhr. Vor Ihrer Entlassung führt eine Ärzt*in mit Ihnen ein Gespräch, Sie werden über Nachkontrollen informiert und haben selbstverständlich die Möglichkeit, Fragen zu stellen und letzte Unsicherheiten zu klären.

Planen Sie die Zeit nach der Entlassung bereits vor der Geburt. Sie werden zu Hause weitere Unterstützung brauchen – für sich selbst, für die Betreuung des Kindes, eventuell für die Betreuung älterer Kinder und für den Haushalt.

Frei praktizierende Hebammen übernehmen eine umfassende pflegerische Betreuung während der ersten Wochen nach der Geburt. Nehmen Sie rechtzeitig Kontakt mit einer Hebamme in Ihrer Umgebung auf, damit Sie nach der Entlassung nahtlos weiter kompetent betreut werden können. Über die Hebammen-Liste können Sie eine Hebamme in Ihrer Nähe finden.

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